28.09.2020

WIBLINGEN aktuell Ausgabe 07/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Sommerferien sind zu Ende, wir hoffen, dass Sie trotz der Einschränkungen Erholung und Entspannung finden konnten. Zur Pandemie wollen wir keine weiteren Ausführungen machen, diese
erhalten Sie tagtäglich über die Medien, und bis zum Redaktionsschluss wäre wahrscheinlich alles schon wieder überholt.

Konzept gegen häusliche Gewalt
Leider ist die häusliche Gewalt, auch nach Feststellung des Kinderschutzbundes Ulm, in letzter Zeit angestiegen. Mit einem neuen Konzept will die Landespolizei häusliche Gewalt möglichst verhindern. Die Polizeipräsidien Mannheim und Ulm haben das Konzept erprobt, nun soll es auf alle Polizeipräsidien ausgeweitet werden. Während der Orientierungsphase wurden rund 600 Fälle bewertet. Dabei stand das individuelle Risiko im Fokus.
Es handelte sich um Fälle, in denen mit schwerer Gewalt gedroht oder diese bereits angewendet wurde. In rund zehn Fällen sei die Einschätzung zu dem Ergebnis gekommen, dass dringlicher Handlungsbedarf bestehe.
Deshalb gab es in diesen Fällen eine behördenübergreifende Fallkonferenz, um Maßnahmen abzustimmen und so das Risiko für weitere Gewalt zu senken. Ein ganzheitlicher Abstimmungsprozess ist ein wichtiger Schritt für einen erfolgreichen Opferschutz.

Freiwilliger Polizeidienst wird weiter diskutiert
Mit Blick auf die Polizei gibt es in der grün-schwarzen Koalition immer wieder Streit. Auch wenn man sich in vielen Punkten angenähert hat, wird der Streit um den Freiwilligen Polizeidienst in dieser Legislaturperiode wohl nicht mehr beigelegt, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart. Er meint, die Ehrenamtlichen müssten bewaffnet sein und Uniform tragen.
Die Grünen wollen einen unbewaffneten und präventiv tätigen Polizeifreiwilligendienst ohne Uniform. Er soll an sozialen Brennpunkten tätig sein. Wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, müssen die Freiwilligen den Polizeivollzug zu Hilfe rufen. Wir könnten uns das für den Stadtteil Wiblingen durchaus vorstellen. Eine Fußstreife wird von unseren Bürgern schon seit Jahren gewünscht, wir haben diese Maßnahme schon mehrfach angemahnt, leider ohne Erfolg. Jedoch muss die Streife erkennbar sein. Der Vandalismus in unserem Stadtteil führt sehr zum Unmut unserer Bevölkerung.

Mehr Frauen bei der Polizei
Stolz verkündete Innenminister Strobl 850 Neueinstellungen bei der Polizei. Ein Rekord in der vierzigjährigen Geschichte. Nur, wie viele Beamtinnen und Beamte sind im Polizeipräsidium Ulm angekommen? Trotz dieser Zahl seien noch mindestens 2000 weitere Polizisten erforderlich. Erfreulich ist der Anteil von 187 Frauen, das sind rund 36 %.

Stadtteilentwicklungskonzept Wiblingenpflaster-marktplatz
Am 29. Juli 2020 wurde eine Zwischenbilanz im Rathaus vorgelegt. Leider konnte man dabei keine Aussage auf eine Generalsanierung des Wiblinger Marktplatzes erkennen.
Da ja nun keine Verbesserung in nächster Zeit zustande kommt, schlagen wir vor, wenigstens die Bepflasterung zu sanieren, die überwiegend aus Basaltkopfsteinen besteht. Rollstuhl- und Rollatorfahrer sowie radfahrende Kinder werden auf dem holprigen Pflaster nicht nur kräftig durchgeschüttelt, sie sind auch gefährdet, weil die schmalen Räder in den ausgewaschenen
Ritzen zwischen den Basaltsteinen steckenbleiben, was bereits zu Unfällen geführt hat. Eine einfache Lösung ließe sich ausführen:
Es sollten möglichst schnell zwei diagonal verlaufende Achsen mit ebenem Belag ausgelegt werden. Der Fahrweg sollte 2,50 Meter breit sein. Oberbürgermeister Czisch wurde auf den Missstand seit Jahren und auf die erwünschte Barrierefreiheit anlässlich seines Rundgangs in Wiblingen im vergangenen Jahr angesprochen.

Kaffee-Ausschank war kein Renner
Wir bedauern sehr, dass die Initiative der Firma Pscheidl, während der Sommerzeit einen Kaffee-Ausschank auf dem Wiblinger Marktplatz am Markttag und an Samstagen und Sonntagen zu betreiben, nicht angenommen wurde. Auch dem Ruf nach einer Toilette war die Firma nachgekommen. Somit dürfte das Kapitel vorerst erledigt sein. Es wird sich kein Café-Betreiber finden, der davon vielleicht noch existieren soll.

Gehen Sie gesund in den Herbst, seien Sie umsichtig

Ihre Stadträte Helga Malischewski und Reinhard Kuntz
in der FWG Fraktionsgemeinschaft im Rathaus

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