6.04.2019

Wiblingen aktuell Ausgabe April 2019

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

Wiblingen bekommt ein Kinder- und Familienzentrum

Der Ulmer Gemeinderat hat schon 2013 beschlossen, in allen fünf Sozialräumen bis zu 10 Kinder- und Familienzentren einzurichten. Bislang sind fünf Zentren in unterschiedlicher Trägerschaft entstanden.

Wiblingen hat, wie andere Stadtteile auch, einen Bedarf für niederschwellige Hilfsangebote.

In Wiblingen war eine Sozialraum Kita mit angegliedertem Kinder- und Familienzentrum geplant.

Das Bauvorhaben verzögert sich jedoch. Deshalb wird vorerst nur das Kinder- und Familienzentrum entstehen.

Eltern haben einen verfassungsrechtlich gesicherten vorrangigen Erziehungsauftrag im Sinne von Recht und Pflicht, aber auch einen rechtlichen Anspruch auf Beratung, Unterstützung und Hilfe. Die Aufgabe von Familienzentren ist es, frühkindliche Fördermöglichkeiten anzubieten, um Benachteiligungen zu vermeiden und Bildungschancen zu verbessern. Sie sind dazu da, um Eltern und Familien sozialräumliche Angebote zur Stärkung ihrer Erziehungskompetenz zu ermöglichen und um Familien in belastenden Lebenslagen bedarfsgerecht zu unterstützen.

Im Sozialraum Wiblingen leben ca. 22.000 Menschen. Haushalte mit Kindern gibt es 2.232. Das sind 26% aller 9.900 Haushalte in Ulm. Es gibt 780 alleinerzogener Kinder unter 18 Jahren im Sozialraum Wiblingen. 18,5% der Minderjährigen in Wiblingen sind Leistungsempfänger und erhalten Unterstützung. Damit liegt die Quote deutlich über dem gesamtstädtischen Wert von 12%. Insgesamt hat der Sozialraum Wiblingen mit 10,5% der Bevölkerung den höchsten Anteil an Sozialleistungsbeziehern im Vergleich zur Gesamtstadt in der 8,7% der Bevölkerung Leistungen erhalten.

Demnach besteht in unserem Sozialraum ein erhöhter Hilfsbedarf für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Weiterentwicklung von Wiblingen ist erforderlich. Deshalb wird voraussichtlich im April 2019 das erste Kinder- und Familienzentrum in der Reutlinger Straße 44/46 eröffnet. Die Räumlichkeiten befinden sich sehr zentral in einer Großwohnsiedlung. Die Trägerschaft liegt beim Deutschen Roten Kreuz. Auf ca. 170qm wird es vielfältige und bedarfsorientierte Angebote für Kinder und Familien, unabhängig vom Geschlecht, Alter, sozialer- kultureller- und religiöser Herkunft geben.

Damit ist ein erster Schritt getan, weitere werden folgen müssen.

Vorschulische Betreuung 

Laut dem neuesten Kindertagesstätten Bericht gibt es für den Sozialraum Wiblingen mit dem Ulmer Süden eine neue Bedarfsrechnung. Für Kinder zwischen ein und drei Jahren werden 202 Plätze und für Kinder zwischen drei und unter sieben Jahren 759 Plätze benötigt. Unterschieden wird noch zwischen normaler und Ganztagsbetreuung. Für Kinder unter drei Jahren fehlen rechnerisch 10 U3 Plätze. in der Ganztagsbetreuung sind es 7 U3 Plätze. Bei Kindern über drei Jahren sind es 42 Ü3 Plätze und in der Ganztagsbetreuung sind es 168 Ü3 Plätze, die im Sozialraum fehlen. Wir haben den Neubau einer 4 gruppigen Einrichtung für U3 und Ü3 Kinder im Wiblinger Hart 4 geplant und beschlossen. Die Bauarbeiten dafür haben bereits begonnen und sollten zügig fortgesetzt werden, damit keine weiteren Defizite bei der Versorgungsquote in der vorschulischen Betreuung entstehen.

Was in Wahlkampfzeiten so alles versprochen und gefordert wird 

Eine Straßenbahnlinie, auch nach Wiblingen wird von zwei Parteien im Ulmer Gemeinderat lautstark gefordert. Damit wollen sie Wählerstimmen aus dem Ulmer Süden für sich generieren,

wohl wissend, dass diese Forderung mittelbar, also in den nächsten 20 Jahren, nicht realisierbar ist. Es wurde bereits festgestellt, dass eine Finanzierung für dieses Vorhaben weder vom Bund, noch vom Land bezuschusst wird. Die Stadt Ulm müsste diese Linie, je nach Linienführung, eventuell mit Neu-Ulm zusammen finanzieren. Soll die Linie über Ludwigsfeld , oder aber über die Adenauerbrücke, die ja erst einmal neu gebaut werden muss, führen?

Die neue Linie 2 hat insgesamt über 200 Millionen Eure Kosten verursacht. Das ist nahezu der halbe Gesamtetat der Stadt Ulm. Und damit ist dieses Vorhaben, schlicht und ergreifend, nicht machbar. Besser ist doch eine höhere Taktung der Linie 4 an stark frequentierten Zeiten. Wir nennen so etwas Wählertäuschung. Die Wiblinger Wählergemeinschaft nimmt in ihrer Agenda nur solche Dinge auf, die sich auch realisieren lassen.

So sind unsere Schwerpunkte nach Priorität für die kommenden Jahre:

Die Sanierung der Wiblinger Schulen

Sicherheit und Sauberkeit in Wiblingen

Die Aufwertung des Marktplatzes

Das Naherholungsgebiet am Binsenweiher

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Vorfrühlingszeit und bleiben Sie uns weiterhin gewogen.

 

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