10.03.2019

Wiblingen Aktuell Ausgabe März 2019

unser Beitrag für Wiblingen aktuell

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute wollen wir mal mit einer Posse beginnen, die Wiblingen betrifft und sicher auch zum Schmunzeln verleitet, was so eine bevorstehende Kommunalwahl bewirken kann. Es wird sicher noch heftiger bis zum 26. Mai 2019.

Auf einem Display im neuen ICE 4 – es verkehren insgesamt erst 25 dieser Zugpaare deutschlandweit – ist das Wahrzeichen von Wiblingen, das Kloster in seiner ganzen Schönheit abgebildet. Nun hat diese Tatsache Martin Rivoir, Landtagsabgeordneter und Stadtrat in Ulm, auf den Plan gerufen. Er hat eine Anfrage bei OB Czisch gestellt, die Stadt möge sich für ein „echtes Markenzeichen“ Ulms einsetzen, das Wiblinger Kloster sei zwar schön, aber doch eher ein Rand-Phänomen. Wenn schon das Münster nicht geht, dann Albert Einstein. Dieser Aussage mussten wir jedoch energisch widersprechen. Selbstverständlich ist das Münster das Wahrzeichen von Ulm, aber warum soll dieses Wiblinger Bauwerk mit einzigartiger Basilika und Bibliotheksaal nicht auch mal überregional zur Geltung kommen? Diese Anti-Wiblinger-Initiative wollten wir einfach nicht so hinnehmen und haben deshalb Herrn Rivoir gerügt.

Die Maßnahme der Bahn war sicher im Sinne aller Wiblinger Bürgerinnen und Bürger. Wir jedenfalls freuten uns sehr.

Nun kommt es lt. Aussage der Bahn auch ohne Zutun von Herrn Rivoir in den nächsten Monate sowieso zur Einblendung der Ulmer Münsters; wir Wiblinger waren aber auch mal dabei.

Bäume versetzen

Die Vorarbeiten zu den beiden Bauvorhaben „Im Wiblinger Hart“ und „Kemptener Straße“ sind in vollem Gange. Überrascht hat uns, dass mittels eines 100-Tonnen-Krans sowie eines Tiefladers 18 Bäume, die etwa 20 bis 30 Jahre alt sind, entfernt und versetzt wurden. Mit einer intensiven „Nachsorge“ mit gezielter Düngung und guter Wässerung könnte ein hundertprozentiger Anwachserfolg gewährleistet sein.

Die Kosten hierfür betragen lediglich einen Bruchteil im Vergleich zum Aufwand für die Aufzucht eines Setzlings bis zum Großbaum. Diese Maßnahme hat uns sehr gefreut, zumal im Zuge der neuen Straßenbahntrasse und aktuell am Ausbau der Wiblinger Allee oft nur noch dicke Baumstümpfe aus der Erde ragen.

Parken beim Wiblinger Friedhof

Die Parksituation sonntags um den Friedhof herum hat sich leider nicht verbessert. Ein runder Tisch mit allen Beteiligten – Nachbarn und Kirche als Vermieter der Kapelle – soll zu einer Lösung führen. Fußballspielende Kinder auf dem Friedhof wollen wir alle nicht.

Wiblinger Anliegen auf die lange Bank geschoben

Noch einige kurze Anmerkungen zu den Unzulänglichkeiten in Wiblingen. Diese wurden anlässlich einer Veranstaltung im Februar 2019 Frau Bürgermeisterin Mann vorgetragen. Vieles davon wurde in der Vergangenheit gegenüber der Stadtverwaltung thematisiert: Sanierung des großen Schulzentrums, wilde Müllablagerungen und dann noch die drei Kindergärten in Holzbauweise, mindestens 30 Jahre alt, Sanierung des Marktplatzes.

Doch was ist geschehen? Sanierung Schulzentrum mit 27 Millionen € in der Investitionsliste nach hinten geschoben, Beginn 2022 bis 2027; ebenso Neubau der Kindergärten je 2,5 Millionen €, Planung 2022, Fertigstellung 2025; Videoüberwachung abgelehnt.

Die Feststellung, dass überdurchschnittlich viele Einwohner in Wiblingen von Armut betroffen oder gefährdet sind, manchmal doppelt so viele wie im Rest der Stadt, zeigt, dass Handlungsbedarf besteht.

Kinder- und Jugendtheater in Ulm? Muss nicht!

Daher auch unsere Ablehnung gegen einen Neubau eines Kinder- und Jugendtheaters mit mindestens 8 Millionen € Baukosten zuzüglich Bewirtschaftung etc. Solange dringende Sanierungen nicht durchgeführt werden, haben wir uns gegen die Mehrheit des Gemeinderats für ein NEIN entschieden.

Brot vom Vortag bei Hamma am Tannenplatz

Ein großes Lob geht an die Firma Hamma, die Backwaren vom Vortag zum halben Preis anbietet. Es ist doch so, dass man ein frisches Brot auch noch zwei oder drei Tage später verwendet. Ein guter Ansatz gegen Lebensmittelverschwendung.

Wir selbst wohnen gerne im Stadtteil, nur wünschen wir uns, dass die Belange der Wiblinger Bevölkerung, die wir schon oft angemahnt haben, auch bei der Stadtverwaltung ernst genommen werden.

Ihre Stadträte  Erwin Böck, Reinhard Kuntz und Helga Malischewski

 

Kommentare

Liebe Stadträtin (e),

zur Parksituation am Wiblinger Friedhof sind mir als Vorsitzender des Kirchengemeinderates und somit als Vertreter des Vermieters folgende Anmerkung erlaubt:
Der runde Tisch war bereits am 19.02.2019 jedoch leider wie auch in der RPG-Sitzung sind keine Anwohner erschienen.
Die Parksituation an normalen Sonntagsgottesdiensten wird aufgrund einer Fotodokumentation von 4 verschiedenen Sonntagen und der Einschätzung der Bußgeldstelle als nicht dramatisch eingestuft.
Protokollauszug:
Herr Ungerer teilt eine Fotodokumentation zur Ansicht aus. Diese Bilder sind an
unterschiedlichen Sonntagen entstanden. Diese Bilder zeigen, dass die Parksituation an
normalen Sonntagen während den Gottesdiensten überschaubar ist.
Der Tenor der Bußgeldstelle ist ebenfalls, dass die Parksituation während sonntäglichen
Gottesdienstzeiten nicht besonders dramatisch ist.

Ihr letzter Satz: „Fußballspielende Kinder auf dem Friedhof wollen wir alle nicht.“ finde ich in persönlich in dieser Art der Veröffentlichung, über die Zeitschriften und in der Homepage, für schlechten Stil. Ihre Informationen hierzu sind wahrscheinlich aus vom Mai 2018 und stellen keinen objektiven Beitrag in dieser Diskussion dar. In der Zwischenzeit haben viele Gespäche stattgefunden und selbst wenn dies ein- oder zweimal vorgekommen sein sollte stellt dies nicht den normalen Sonntag auf dem Freidhof dar.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Ungerer

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