24.01.2018

Wibingen aktuell Ausgabe Januar 2018

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das neue Jahr 2018 ist noch jung, und wir nehmen – wie in den Vorjahren – unsere Stadtratstätigkeit am 24. Januar 2018 mit einem Besuch der Wissenschaftsstadt auf. Es steht eine Hausführung bei Daimler an zum Thema Überblick, Produktlinien und strategische Initiativen.

Trotzdem wollen wir noch einen kleinen Rückblick ins politische vergangene Jahr machen, vor allem, weil auch Dinge passiert sind, die so bis jetzt eigentlich nicht vorstellbar waren: Deutschland nach der Bundestagswahl im September ohne Regierung. Papst Franziskus will das Vaterunser reformieren. Nordkorea droht den USA mit Krieg – das alles betrifft auch uns.

Von Armut gefährdet

Eine Zahl hat uns zum Ende des Jahres aufgeschreckt. In Ulm gelten 28,9 % der Kinder unter 15 Jahren und 13,9 % der Erwachsenen als von Armut gefährdet. Fälle von verdeckter Armut sind eingerechnet. Das sind fast 5000 Ulmer Kinder. Wir liegen dabei über dem Schnitt von Baden-Württemberg und dem Bund. Dies sind Zahlen aus dem Armutsbericht der Stadt Ulm von 2016. Wir nennen sie deshalb, weil Wiblingen und der Sozialraum Mitte/Ost über dem Durchschnitt liegen.

Unterhaltszahlungen für Kinder

Auch eine andere Zahl passt nicht in unser Wohlstandsland: Bisher sind bundesweit rund 400 000 zahlungspflichtige Väter oder Mütter den Unterhalt für ihre Kinder schuldig geblieben – manchmal, weil sie nicht können, aber auch weil sie nicht wollen. Im Jahr 2017 ist diese Zahl auf 700 000 gestiegen, zum Teil, weil Kinder aufgrund einer Gesetzesänderung Unterhalt bis 18 Jahren beanspruchen können. In Fällen der Unterhaltsunterlassung springt die Stadt ein.

QuartierssozialarbeiterInnen pflegen Kontakte

Der Ausbau der Quartierssozialarbeit in besonders armutsgefährdeten Stadtvierteln ist ein Baustein, um möglichst frühzeitig mit den Familien in Kontakt zu kommen. Die Verwaltung hat 19 Handlungsempfeh- lungen dazu ausgearbeitet, die sukzessive entwickelt werden müssen, um ein Abdriften zu verhindern. Dazu gehört ein weiterer Ausbau der Kinder- und Fa- milienzentren. Die Stadt macht ständig Angebote, nur müssen diese auch angenommen werden. Das Thema wird uns weiter beschäftigen.

Wilde Müllablagerungen verhindern

Leider sind wir beim Thema „wilde Müllablagerungen“ mit unseren Vorschlägen nicht erfolgreich gewesen. Oberbürgermeister Czisch teilte uns mit, dass eine Videoüberwachung rechtlich äußerst schwierig ist. Andernorts sieht man das nicht so eng. Allerdings ist er offen für den Vorschlag, an Brennpunkten Beleuchtung mit Bewegungsmelder zu installieren. Auch da müssen wir dranbleiben.

Abfall beim Jugendtreff am Wiblinger Ring

Ein Ärgernis ist auch der sogenannte Jugendtreff (Bude) am Fußweg zum Musikheim. Dort liegen Möbel und Müll. Auch in diesem Fall sind wir tätig geworden, es wird überlegt, diese Holzhütte abzureißen. Unserer Kenntnis nach wurde dort sogar gewohnt, von wem auch immer. Die Wiblinger Streetworker sind angewiesen, sich darum zu kümmern.

Wieder mehr Geld für Spielplatzsanierungen

Gemeinsam mit drei anderen Fraktionen konnten wir nach harter Verhandlung anlässlich der Haushaltsberatungen im Dezember erreichen, dass das einmal gekürzte Budget von 100 000 € für Sanierungen von Spielplätzen wieder auf 155 000 €, wie bisher, erhöht wurde. Mit Sicherheit kein Akt der Geldverschwen dung.

Gehen wir das neue Jahr 2018 mit Kraft und Zuversicht an.

Ihre WWG-Stadträte in der FWG-Gemeinderatsfraktion

Helga Malischewski Erwin Böck, Reinhard Kuntz

 

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