5.11.2017

Wiblingen aktuell Ausgabe November 2017

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit großer Sorge haben wir die Schließung der Praxis für Orthopädie von Dr. Urbanski zur Kenntnis nehmen müssen. Wir Wiblinger Stadträte haben daraufhin eine Bitte an die Zulassungsstelle für Ärzte in Reutlingen gerichtet, diese Praxis schnellstmöglich wieder zu besetzen. Die Innenstadt ist 9 km entfernt und auch für die ältere Generation gerade bei orthopädischen Beschwerden ist der Weg beschwerlich. Unseres Wissens sind Bewerber interessiert. Durch eine Pressemitteilung haben wir erfahren, dass in Ulm mit 146% eine Überversorgung von Orthopäden bestehe, was eigentlich gegen eine Neubesetzung spreche, aber es gibt auch Ausnahmen und die erhoffen wir für Wiblingen.

Sicheres Wiblingen 

Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen und die Bürgerinnen und Bürger erwarten sichere Wege in den Abendstunden. Bereits im vergangenen August erhielt Oberbürgermeister Czisch auf Grund unserer Anfrage die Zusage von Herrn Minister Strobl, Innenministerium Stuttgart, dass im Rahmen eines Gesamtkonzepts für sichere öffentliche Räume eine neue Grundlage für den Einsatz von Polizeifreiwilligen geschaffen wird. Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass dieser Dienst eine Entlastung für die unterbesetzten Polizeistationen wäre, denn allein die Präsenz wäre für Wiblingen eine große Hilfe, obwohl das Polizeipräsidium Ulm anderer Meinung ist.

Eine erstaunliche Meldung kam vom Oberbürgermeister Salomon aus Freiburg. Statistisch hat Freiburg die höchste Kriminalitätsrate und er hat auch immer wieder darauf hingewiesen. Im letzten Herbst ist das Sicherheitsgefühl durch den Mord an einer Studentin erheblich gestört worden. Es wurden jetzt 25 Sonderkräfte und ab September zehn Personen vorab eingesetzt. In Freiburg wird jetzt der kommunale Sicherheitsdienst aufgebaut. Bisher schlecht beleuchtete Straßen und Bushaltestellen sollen künftig besser einsehbar sein. Auch Videoüberwachung soll nicht ausgeschlossen werden. Ein Beispiel, dass erst etwas passieren muss.

Zur Bundestagswahl war immer wieder zu vernehmen, dass sich die Menschen im öffentlichen Raum sicher und gefahrenlos bewegen wollen. Die Parteien haben auch dieses Thema aufgegriffen. Es müssen aber Taten folgen.

Zum Nahverkehr 

Die Abschaffung der bisherigen DING Card verursacht vor allem bei älteren Menschen großen Ärger. Alle Fraktionen wollen dies so nicht akzeptieren. Wir bleiben dran. Es gibt auch erfreuliches zu berichten: Bus und Straßenbahn werden an den Adventssamstagen kostenlos sein. Die Stadt gibt dafür 120 000 € aus. Ein auf den ersten Blick hoher Betrag, jedoch soll dies auch eine Geste wegen der vielen Baustellen sein. Immerhin waren 2016 11 000 Fahrgäste zusätzlich gezählt worden. Unsere Aufforderung: Nutzen Sie dieses Angebot.

Städtische Finanzen

Noch nie hatte die Stadt so hohe Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen. Das heißt jedoch nicht, dass man die Mittel unkontrolliert ausgeben kann. Straßenbahnneubau , Sanierungen und vieles andere steht an. Allein für Kinderbetreuung gibt die Stadt schon jetzt fast 30 Millionen Euro aus, das wird mit der Ausbauoffensive 2 noch steigen. Bis zum Jahr 2020 sollen 33 Kitagruppen zusätzlich entstehen, das kostet 20 Millionen Euro, da ist auch Wiblingen dabei. Es ist erlaubt, nachzudenken, die Gebühren für Kindergärten abzuschaffen. Das hätte Charme, jedoch hören wir von anderen Städten, dass dadurch eine erhebliche Verschuldung eingetreten ist und wieder zurücknehmen ist auch nicht attraktiv. Für uns gilt dabei „Bedenke das Ende“.

Zum Sport

Das 22,8 Millionen-Vorhaben Orange Campus der Basketballer BBU´01 beschäftigt uns seit Wochen. Auch dabei gilt: Sorgsamer Umgang mit Steuergeldern. Ein Projekt, das auf 30 Jahre angelegt ist erfordert die Überprüfung aller eventuellen Risiken und die Berücksichtigung aller anderen Sportvereine dieser Stadt.

 

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