25.09.2017

Wiblingenaktuell Ausgabe September 2017

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

ein Thema, welches nicht nur die Bewohner im Ulmer Süden derzeit bewegt, ist die bereits beschlossene Abschaffung der DING Karte.

Die Reaktionen vieler Bürgerinnen und Bürger, die uns per Mail oder Telefon erreichten, zeigen die Fehler dieses Beschlusses auf.

Sicher ist es richtig und sinnvoll, dass es künftig möglich sein muss, die ÖPNV Tickets über das Smartphone zu erwerben. Dies darf aber nicht zu einer Benachteiligung derer führen, die kein Smartphone besitzen.

Auch eine finanzielle Benachteiligung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, zugegeben der zumeist der Generation 70+ zugehörig, darf und kann es nicht geben.

Fast alle Fraktionen des Ulmer Gemeinderats sind mit dieser Entscheidung, die DING Karte abzuschaffen, nicht einverstanden.

Unsere Fraktion hat einen Antrag an OB Czisch formuliert, diese Thema sowohl im Aufsichtsrat der SWU, als auch im Hauptausschuss des Gemeinderats zu behandeln.

Alternativmöglichkeiten gibt es viele. Was zum Beispiel mit der Schwabencard zu bezahlen in unseren Parkhäusern möglich ist, muss auch in Bussen und Straßenbahnen machbar sein. Ein Kurzstreckenticket oder eine Streifenkarte sind Varianten einer Einsparmöglichkeit gegenüber dem Einzelfahrschein. Damit wäre die Gleichstellung von Smartphone Besitzern und denen ohne dieses moderne Kommunikationsmittel erreicht.

Was in anderen Großstädten unseres Landes, wie Stuttgart, München, Augsburg funktioniert, muss doch auch in Ulm möglich sein.

 

Unser Wiblinger Klosterhof war im August wieder einmal Veranstaltungsort der open Air Konzerte, sowie der Gartenbauausstellung. Offensichtlich ging alles reibungslos über die Bühne. Klagen über zu viel Lärm, bzw. wildes Parken erreichten uns nicht. Die Freiluftkonzerte sollten auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden. Die Kulisse mit der Basilika im Hintergrund ist wie geschaffen dafür.

 

Für Diskussionen sorgte die Fahrbahnerneuerung auf der B30 zwischen der Ausfahrt Wiblingen und dem Anschluss an die B28. Die Notwendigkeit der Maßnahme ist uns leider nicht schlüssig. Hätte man dagegen die Fahrbahnen der Hauptstraße und die der Gögglinger Straße erneuert, wäre das Verständnis sicher vorhanden.

 

Ein weiteres Thema ist die seit Monaten verwaiste Baugrube an der Schloßstraße. Laut Auskunft der Bauverwaltung ist die Baugenehmigung im Prinzip erteilt. Der Vorhabenträger, also der Stiftungsrat der Kögel Stiftung, müsse noch einige wenige Formalitäten erledigen, damit die Baufreigabe vollzogen werden kann.

 

Am 05. und 06. Oktober geht der Ulmer Gemeinderat in Klausur, um die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Ob das natürlich alles Bestand haben wird, muss sich zeigen, da im Jahr 2019 Kommunalwahlen anstehen und der dann neue Gemeinderat möglicherweise ganz andere Vorstellungen für die Zukunft hat.

 

Die Bundestagswahl steht am Sonntag den 24. September an. Wir Bürgerinnen und Bürger entscheiden mit unserer Stimmabgabedarüber, wer in den nächsten vier Jahren die Regierungsverantwortung übernimmt. Es müssen weitreichende Entscheidungen getroffen werden. Denken Sie an die demografische Entwicklung, die Bildungschancen für unsere kommende Generation und die Flüchtlingsproblematik.

Wir, die Freien Wähler in Baden-Württemberg, treten bei keiner Bundestags- und Landtagswahl an. Das mag vielleicht erstaunen, aber das unterscheidet uns von den Parteien. Wir müssen keine Parteibeschlüssen aus Berlin oder Stuttgart folgen, wir sind einzig und allein kommunal tätig und haben unser Ohr direkt am Bürger, was manchen Parteioberen offensichtlich abhanden gekommen ist.

Gehen Sie zur Wahl, nehmen Sie Ihr Wahlrecht in Anspruch, und schenken Sie Ihr Vertrauen den Parteien, die auch in Zukunft den Fortbestand unserer Demokratie gewährleisten.

 

Dies ist, der Sommerpause geschuldet, ein etwas kürzerer Bericht als gewohnt.

Wir wünschen Ihnen sonnige Herbsttage, und bleiben Sie uns weiterhin gewogen.  

 

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