24.07.2017

Wiblingen aktuell Ausgabe Juli 2017

Ulm – digitale Stadt

 

Fluch oder Segen?

Politiker aller politischen Ebenen – ob Bund, Länder oder Kommunen – preisen den Bürgern die Digitalisierung an. Sie sei wichtigstes Mittel, um den Menschen eine bessere Zukunft zu sichern. Doch die Bürger sehen das wie so oft gelassener und glauben auch in diesem Fall nicht so recht an die Verheißungen der Politiker. Mehr persönliche als unpersönliche Kontakte per Internet wünschen sich neben den Bewohnern kleiner Gemeinden vor allem die älteren, über 60 Jahre alten Bürger sowie die sozial schwächeren Schichten. Bei aller Notwendigkeit des weiteren Ausbaus der Netze und der Angebote an digitalen Dienstleistungen: Die Stadtverwaltungen wären gut beraten, auch die Digitalisierung mit Augenmaß und Besonnenheit voranzutreiben. Vor allem muss verhindert werden, dass bei den Schichten der Bevölkerung, die sich heute schon benachteiligt fühlen, das Gefühl des „Abgehängtseins“ weiter verstärkt wird – mit allen negativen Folgen für die Akzeptanz des politischen Systems. Die Digitalisierung von den Kommunen, Verwaltungsvorgänge zu vereinfachen, darf nicht zu Lasten der von vielen Bürgern nach wie vor gewünschten persönlichen Kontakte mit der Stadtverwaltung und auch mit Stadträten gehen. Trotz aller Chancen der Digitalisierung darf man die wahren Interessen und Bedürfnisse der Menschen nicht vergessen. 

Versorgung von digitalen Medien an Schulen der Stadt Ulm

Die Grundschule in Einsingen ist bereits versorgt. Stirbt dabei die Handschrift? Die Schulleiterin verneint. Pro Jahr sollen vier Grundschulen ausgestattet werden. Die Bildungsplanreform 2016 hat in Baden-Württemberg die Medienbildung erstmals festgeschrieben. Alle Schüler quer durch alle Schularten sollen zu einem kompetenten Umgang mit diesen Medien befähigt werden. Die Kultusministerkonferenz hat am 1.6.2017 in Stuttgart die „Eckpunkte einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schulen“ beschlossen. Es werden für die Jahre 2018 – 2022 Fördergelder in Aussicht gestellt.??? 

Was gibt die Stadt Ulm für die IT-Ausstattung aus?

Im kommenden Haushaltsjahr werden 550 000 € bereitgestellt, im Jahr 2019 nochmals 450 000 € und für 2020 dann 390 000 €. Das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange. Was uns bei uns große Bedenken auslöst sind die „Lügen im Netz“ Fakt oder Falle? Massenhaft verbreitete Falschmeldungen, sogenannte „Fake News“ sind zu einem großen Problem geworden. Solche falschen Nachrichten sind höchst erfolgreich. Der Staat sollte eine Justiz haben; die Anzeigen wegen übler Nachrede im Netz wirklich ernst nimmt. Viele strafbare Inhalte bleiben sehr lange im Netz. Diese Art der Verbreitung kann vor allem bei Jugendlichen schwere persönliche Schäden anrichten. Der größte Fehler ist, dauernd die falsche Behauptung zu wiederholen. Ein Gesetz wurde nun vom Bundestag verabschiedet, das Internetkonzerne in die Pflicht nimmt, rechtswidrige Inhalte und Hetze schneller zu löschen. Man darf gespannt sein, wie das funktioniert, wir jedenfalls sind skeptisch. 

 

Die Urlaubszeit naht, besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Sicherheit Ihrer Häuser und Wohnungen richten. Obwohl uns der Polizeiposten Wiblingen immer wieder versichert, dass Wiblingen ein sicherer Stadtteil ist und die Einbrüche zurückgegangen sind, wäre die ganze Erholung des Urlaubs im Keller, wenn beim Nachhause kommen ein Einbruch geschehen ist. Bitten Sie einfach auch die Nachbarn, die Augen offen zu halten. 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Umzug des Alten- und Pflegeheims Wiblingen zum 1.10.2017 in die neue Einrichtung des Alb-Donau-Kreises steht an. Es findet vorher am 23.9. um 14.00 Uhr ein Tag der offenen Tür für die Bürger statt. Machen Sie davon regen Gebrauch. 

Ebenso steht die Eröffnung der neuen Kita in der Schlossstraße 9 am 25.07. auf dem Terminplan für Wiblingen. Die Einrichtung in dieser Lage ist ein Glücksfall und wir sind froh, dass es gelungen ist, dringend benötigte Plätze wieder zu aktivieren. 

Für die kommende Ferienzeit wünschen wir Ihnen und Ihren Familien gute Erholung und eine unfallfreie Rückkehr in den Alltag im September. 

Bleiben Sie uns gewogen

Ihre WWG-Stadträte in der FWG-Gemeinderatsfraktion

 

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