Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vor kurzem haben wir uns von Ernst Ludwig verabschieden müssen. Er war von 1984 bis 1992 Oberbürgermeister in unserer Stadt. Zu seinen großen Verdiensten die Gründung der Wissenschaftsstadt auf dem oberen Eselsberg. Das Stadthaus, damals umstritten, war auch sein Projekt. Sein persönlicher Beitrag zur Versöhnung mit den ehemaligen jüdischen Einwohnern Ulms, sein Engagement für die Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und das erste Donaufest West-Ost haben Impulse gegeben, von denen viele über seine Amtszeit hinaus wirken. Er hatte damit die Stadt geprägt und mitgestaltet, auch in ihren bürgerschaftlichen Wesenszügen. Nicht nur deshalb wurde Ernst Ludwig 1992 zum Ehrenbürger ernannt.

Beim Erscheinen dieser Ausgabe ist die Jahrestagung des Deutschen Städtetages bereits Vergangenheit. Zusammen mit OB Gunter Czisch waren auch Mitglieder des Gemeinderats in Nürnberg bei der Tagung.

Zum Thema Kommunalfinanzierung kann folgendes gesagt werden:

Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer sehr guten Verfassung. Gleichzeitig wird auch deutlich, dass die Finanzierung der Integration als eine dauerhafte Aufgabe verstanden werden muss. Auch wenn durch Bund und Länder vieles auf den Weg gebracht wurde, damit die Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge vor Ort finanziert werden kann, sind die Kommunen weiterhin auf auskömmliche Finanzierung ihrer Integrationsanstrengungen angewiesen. Wir haben durch zusätzliche Zuweisungen von Bund und Ländern im Rahmen der Flüchtlingsfinanzierung die kommunalen Einnahmen verbessern können, dagegen stehen aber noch höhere Ausgaben im Bereich der Sozialaufgaben, bei Sachaufwendungen und Investitionen . Wir haben deshalb an das Land appelliert den Kommunen zügig einen angemessenen Teil der 2 Milliarden Euro jährlich, die der Bund den Ländern als Integrationspauschale bereitstellt, weiter zu geben.

Ein weiteres Thema ist, die Qualität der Kindertagesbetreuung zu verbessern. Hierzu gehört unter anderem eine Erhöhung der Personalschlüssel, die Verbesserung der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund und die Stärkung der Leitungskräfte. Gerade die Bildungs- und Teilhabechancen benachteiligter Kinder hängt von einer guten und frühen Förderung ab. Qualitätsverbesserungen können aber nur eingesetzt werden, wenn Bund und Länder ihre Anteile an den Betriebskosten der Kindertageseinrichtungen erheblich ausbauen. Eine Entlastung der Elternbeiträge ist entscheidend davon abhängig, ob sich Bund und Länder stärker finanziell engagieren.

Zur Situation im Ulmer Süden ist folgendes anzumerken:

Für das Kindergartenjahr 2017/2018 sind 679 Ü3 Plätze und 142 U3 Plätze zur Verfügung. Rein rechnerisch würden dann 20 U3 und 30 Ü3 Plätze fehlen. Laut Aussage der Verwaltung kann aber diese rechnerische Unterversorgung aufgefangen werden. Aufgrund steigender Geburtenzahlen und vermehrtem Zuzug werden auch im Sozialraum Wiblingen zusätzliche Betreuungsplätze benötigt. Im Zuge der Nachverdichtung ist im Wiblinger Hart eine Einrichtung geplant, sowie in der Reutlinger Straße beim, noch zu bauenden, Familienzentrum eine KiTa anzugliedern.

Der höchste ulmische Feiertag rückt unaufhörlich näher, in diesem Jahr sogar wieder mit dem Fischerstechen. Dazu wünschen wir Ihnen und uns bestes Wetter, freuen Sie sich mit uns ( oder vielleicht auch nicht ) über die vielen Baustellen in Ulm, zeigen diese doch eine prosperierende Stadt, die immer lebens- und liebenswerter wird, und vor allen Dingen: Bleiben Sie uns gewogen!

die Bahn reduziert ihren Service im Hauptbahnhof Ulm. Helga Malischewski hat deshalb einen Antrag an OB Gunter Czisch geschrieben.

Herrn Oberbürgermeister

Gunter Czisch

Rathaus

89073 Ulm

 

DB-Kundencenter im Ulmer Hauptbahnhof

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

es ist nicht die Entscheidung der Stadt Ulm, jedoch möchte ich Sie Kraft Ihres Amtes bitten, bei der Deutschen Bahn zu intervenieren, dass

 

die Nummernausgabe und eine Sitzgelegenheit im DB-Center

            Bahnhof Ulm wieder eingerichtet wird

 

Ich spreche sicher im Namen der Älteren unter uns, die an den Schalter gehen, eine Beratung möchten und mit den Fahrkartenautomaten nicht so gut zurecht kommen. Es ist schon Hohn die Aussage der Bahn:“ Es gehört nicht zum Konzept einer Einheitswarteschlange sich hinzusetzen“.

Mir ist bewusst, dass die Digitalisierung fortschreitet, aber es gibt auch den älteren Menschen, der gerne noch verreist. Der Bahnhof Ulm mit seinen ca. 40 000 Fahrgästen täglich ist sicher kein kleiner Bahnhof, die Rolltreppen sind meistens auch defekt, auch da könnte man Hilfe erwarten. Die Aussage der Bahn, eine Bank wäre bereits verschlissen gewesen, kann ja kein Grund für die Abschaffung sein.

Sollte es daran scheitern, bin ich bereit, eine Bank zu spenden. Wenn es auch vielleicht das Papier nicht wert ist, trotzdem meine Bitte an Sie.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Malischewski

 

 

  1. Mai 2017

lesen Sie hier unseren Beitrag für die Mai Ausgabe von Wiblingen aktuell:

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute wollen wir ein Thema aufgreifen, das uns sehr zum Nachdenken veranlasst. Einer Mitteilung der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm entnehmen wir Ausführungen zum Forderungsmanagement. Ein Schreiben, das viele Haushalte erhalten, besagt “nachdem Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen trotz Mahnungen nicht nachgekommen sind, haben wir den zuständigen Netzbetreiber mit der Einstellung der Energiezufuhr beauftragt“.

Wem dieses Schreiben ins Haus flattert, hat nur noch eine Wahl: Die unbezahlte Rechnung sofort begleichen, sonst sitzt der säumige Zahler ganz schnell im Dunkeln oder im Kalten. Nach drei Tagen kann der Zähler abgeklemmt werden. Etwa jeder vierten dieser Androhungen folgt tatsächlich eine Energiesperre, also etwa 700-mal im Jahr. Wenn Bedürftige nicht zahlen können, arbeiten in solchen Fällen die SWU mit dem Sozialamt, dem Jobcenter oder den kirchlichen Institutionen zusammen.

Was uns sehr erstaunt, summieren sich die unbezahlten Rechnungen auf 3,7 Mio. Euro im Jahre 2016, die Mahnungen pendeln zwischen 100.000 und 130.000 jährlich. Nun fragt man sich, was sind die Gründe für dieses Verhalten? Wenn der Fall einer Sperrung eintritt, ist dies eine ärgerliche Angelegenheit. Miete, Strom und Energiekosten haben Vorrang bei der Bezahlung.

430 Versorger haben den Strompreis 2017 in Schnitt um 3,5 Prozent erhöht und die nächste Welle kommt. Ist die Energiewende kostenmäßig aus dem Ruder gelaufen? Seit 2010 sind vom Stromverbraucher rund 150 Mrd. Euro allein über die Erneuerbare Energien-Umlage von Betreiber von Anlagen gezahlt worden, vor allem bei Wind und Photovoltaik. Steuern, Umlagen und Entgelte haben sich seit Beginn des Wettbewerbs auf dem Strommarkt 1998 mehr als vervierfacht. Mittlerweile macht dies mehr als die Hälfte des Strompreises aus.

Energieversorger und Politik müssen die Finanzierung der Energiewende auf eine neue Grundlage stellen. Die Energiewende ist sicher von allen Bürgern gewünscht, nur dürfen die Kosten hierfür nicht ins Uferlose laufen.

Entscheidung im Fachbereich Bau am 25.4.2017 für Wiblingen:

Einer Lärmschutzwand modernster Art mit einer Länge von 380 m und einer Höhe von 2 m an der B 30 für den nördlichen Bereich der Johannes-Palm-Straße und Kosten von 400.00 € haben wir selbstverständlich zugestimmt.

In der gleichen Sitzung wurden die Ortsteilfriedhöfe behandelt. In Wiblingen steht dringend die Sanierung der Friedhofsmauer an. Bereits im Jahre 2012 hatten wir einen Antrag dazu gestellt, es waren denkmalpflegerische Fragen noch offen, geschehen ist bis dato nichts. Wir haben dieses Thema nochmals aufgegriffen und hoffen auf eine Realisierung, obwohl andere Friedhöfe, vor allem Aussegnungshallen, dringendst einer Sanierung bedürfen.

Bleiben Sie uns gewogen

Ihre Stadträte

Die neu angelegten Parkplätze am Friedhof in Wiblingen sind von Dauerparkern belegt und können nicht, wie vorgesehen, benutzt werden. Daher unser Antrag an den OB.

Parkierung beim Friedhof Wiblingen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

erfreut haben wir zur Kenntnis genommen, dass auf der Fläche bei der Haltestelle „Alte Siedlung“ acht Parkplätze angelegt wurden. Die Situation bei Beerdigungen war immer sehr kritisch und diese Parkplätze daher dringend notwendig.

Nun stellt sich allerdings dar, dass diese Plätze von Dauerparkern und auch von Firmenfahrzeugen, dessen Benutzer wahrscheinlich in der Umgebung wohnen, benutzt werden.

Unsere Überlegung dazu wäre, diese Parkplätze für Friedhofsbesucher auszuweisen, mit der Aufforderung, eine Parkscheibe für zwei Stunden zu benutzen. Diese Maßnahme ist natürlich nur sinnvoll, wenn auch gelegentliche Kontrollen durchgeführt werden.

Wir beantragen eine Überprüfung und bedanken uns im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Böck                             Reinhard Kuntz                       Helga Malischewski

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Gemeinderat der Stadt Ulm hat in der Sitzung vom November 2016 die Sportentwicklungsplanung für Ulm beschlossen.

Im Rahmen der Beratung und des Beschlusses wurden unter anderem die diversen Grundsätze und die Änderung der städtischen Sportförderung beschlossen.

Die Verwaltung wurde dabei beauftragt, die städtischen Sportförderrichtlinien entsprechend zu überarbeiten und dies dann anschließend dem zuständigen Ausschuss des Gemeinderates zur Beschlussfassung vorzulegen.

Diesen Beschluss hat der Fachbereichsausschuss Bildung und Soziales in seiner Sitzung vom 08. März gefasst.

Was sind jetzt die wesentlichen Änderungen?

Um städtische Sportförderung zu erhalten, wurden klarere Zugangsvoraussetzungen definiert.

Der Sportverein muss seinen Sitz mindestens drei Jahre in Ulm haben, mindestens 50 Mitglieder haben, einen Jahresbeitrag von mindestens 70€ je erwachsenem Vollmitglied erheben, Mitglied beim Württembergischen Landessportbund sein, Mitglied im Stadtverband für Sport sein und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt sein.

Bei der laufenden Sportförderung wird von der personalkostenbezogenen Förderung Abstand genommen und zu einer reinen Stützpunktförderung übergegangen. Damit bekommt jeder Stützpunkt den gleichen Zuschussbetrag.

Im Bereich der Bezuschussung von Bau- und Sanierungsmaßnahmen gibt es zukünftig auch neue Regelungen. Ziel ist es, alle Vereine in die Lage zu versetzen, sich zukunftsfähig aufzustellen und ihren Sportbetrieb geordnet aufrecht zu erhalten.

Grundsätzlich ist dabei für Großprojekte eine Deckelung des Zuschusses bei maximal 3 Millionen Euro vorgesehen. Eine Erhöhung darüber hinaus als Einzelfallentscheidung bei Projekten mit Alleinstellungsmerkmal, wie zum Beispiel herausragender Bedeutung für die städtische Sportlandschaft, ist möglich.

Jede Maßnahme, egal in welchem Umfang, wird als Einzelfall geprüft und auch als Einzelfall entschieden. Damit die Förderung durch den Württembergischen Landessportbund nicht gefährdet ist, muss bei allen Maßnahmen jeder Verein einen Eigenanteil von mindestens 20% der Gesamtkosten tragen.

In der letzten Sitzung des Fachbereichs Bildung und Soziales wurde dem Antrag des SV Jungingen auf Bezuschussung zum Neubau des Sportvereinszentrums voll umfänglich entsprochen. Dagegen wurde der Antrag der TSG Söflingen auf die nächste Sitzung des Fachbereichs vertagt. Hier bestand bei den Ausschussmitgliedern noch erheblicher Klärungsbedarf bei Größe und Finanzierung des Vorhabens.

 

Zum Schluss noch etwas zu Wiblingen im Besonderen.

Der Maibaum wird in diesem Jahr vor der Feuerwehr am Argenton Kreisel aufgestellt. Als Begründung nennen die drei beteiligten Initiatoren, wie der Musikverein Wiblingen, die Feuerwehr Wiblingen und die KJG Wiblingen logistische und damit auch finanzielle Probleme bei der Aufstellung des Baumes am Pranger.

Bei der Feuerwehr ist die Errichtung des Maibaums, die Verköstigung der Besucher, und letztlich die Toilettenproblematik auch bei schlechtem Wetter geregelt und gewährleistet. Dies war am Pranger nicht so, und damit auch ein erhebliches finanzielles Risiko für die Beteiligten.

Dafür werden Sie sicher Verständnis haben.

Jetzt wünschen wir Ihnen noch angenehme Frühlingstage und bleiben Sie uns weiterhin gewogen.

Es war wiederum eine gelungene Veranstaltung. Zu unserem heiter politischen Aschermittwoch war das Pfarrheim in Söflingen wieder voll besetzt, wir mussten sogar Stehplatzkarten ausgeben.

Herzlichen Dank an alle Akteure, sowie an alle Helfer vor und hinter den Kulissen. Wir freuen uns schon auf 2018 zum nächsten “ derblecken „.

 

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Für manche Bewohner ist die derzeitige Situation beinahe unerträglich. Es kann aber Abhilfe geschaffen werden. Unser Antrag dazu:

 

Sanierung Wohnanlagen in Wiblingen, Reutlinger Straße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

seit einiger Zeit laufen die Sanierungen durch die Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-GmbH der Gebäude in der Reutlinger Straße. Es ist ein erheblicher Aufwand, 30 Millionen Euro werden verwendet, eine riesige finanzielle und auch logistische Aufgabe. Den Bewohnern wird für einige Wochen Ersatz angeboten, oder sie ziehen so lange zu Freunden und Verwandten. Leider ist dies nicht für alle Bewohner möglich.

Die noch Verbliebenen sind erheblichen Einschränkungen und Belastungen ausgesetzt und es ist fast nicht zumutbar.

Um diesem Umstand auch für die kommenden Maßnahmen Rechnung zu tragen, schlagen wir vor, dass

 

Wohnraum in den noch nicht bezogenen Flüchtlingsunterkünften in Böfingen

 

zur Verfügung gestellt wird. Es ist ja lediglich für eine begrenzte Zeit, jedoch haben die Menschen Toiletten, Wasser und Heizung zur Verfügung.

Wir beantragen eine Überprüfung unseres Vorschlages und bedanken uns im Voraus für eine schnelle Bearbeitung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Helga Malischewski                                                           Reinhard Kuntz

der Schulhof, sowie die unbefriedigende Situation an den Schultoiletten, bedarf dringend der Sanierung. Wir Wiblinger haben deshalb bei OB Zisch einen erneuten Antrag gestellt:

 

Sanierung der Sägefeldschule in Wiblingen 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir hatten bereits im vergangenen Jahr bei Ihnen vorgesprochen, um eine Lösung für den Schulhof für Grundschüler zu finden. Sie baten uns damals um eine detaillierte Darstellung. Diese ist nun von der Schulleitung und Elternvertretung dargestellt, das Angebot einer Mitarbeit und kostengünstigen Ausführung steht.

Die Sanierung der Schultoiletten, der Schülertreff für Werkrealschüler (Schimmel) ist nicht mehr zu benutzen, außerdem sind noch Sicherheitsaspekte bei Treppengeländer und die Ausführung des Sicherheitsglases bei bodentiefen Fenstern in Angriff zu nehmen.

Sämtliche Mängel sind ausführlich beschrieben und dokumentiert, dafür ist den Beteiligten zu danken.

 

Wir beantragen, die Mängelliste zeitnah abzuarbeiten, den Schulhof

                  in Angriff zu nehmen, damit er möglichst bald benutzt werden kann

 

Uns ist bewusst, dass auch andere Schulen Sanierungsbedarf haben, jedoch macht es keinen Sinn, zumal die Elternschaft bereit ist, mitzuhelfen, ständig vertröstet zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Malischewski                                                           Reinhard Kuntz

 

Unser Beitrag für Wiblingen aktuell im März 2017

 

Großen Unmut hat die Entscheidung der Nachverdichtung am Tannenplatz Kemptener Straße und Im Wiblinger Hart bei den Bewohnern der Umgebung gebracht. Letztere ist auch dem dringenden Bedarf einer Kita geschuldet. Wiblingen ist bei der Thematik keine Ausnahme, wenn man die Situation im ganzen Land betrachtet. Lt. Aussage der Deutschen Bundestiftung Umwelt werden täglich in Deutschland rund 74 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Das entspricht einem Flächenverbrauch von rund 103 Fußballfeldern. Die Bundesregierung strebt in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie bis zum Jahr 2020( das geht ganz schnell) einen täglichen Verbrauch von maximal 30 Hektar an. Das Land Nordrhein-Westfalen will die Flächeninanspruchnahme bis 2020 sogar auf fünf Hektar pro Tag reduzieren. Wir fragen uns: Wie soll das gehen? Auf der einen Seite wird Wohnraum dringend benötigt und andererseits müssen die Betroffenen Nachverdichtungen rechtlich hinnehmen, oft ist dadurch eine Verschlechterung der Lebensqualität verbunden.

 

Worauf werden wir in Wiblingen achten: Die Gestaltung der Fassaden. Die geplanten Innenhöfe erscheinen uns als eine Bereicherung.

Ein besonderes Anliegen ist uns dabei die Sanierung der Wohnungen der UWS. Die Bürger haben kein Verständnis dafür, dass sie jahrelang darauf warten müssen und gegenüber entstehen Neubauten.

Auf unsere Einlassung hat nun Herr Dr. Pinsler (UWS) zugesagt, die Sanierung zeitlich eng aneinander anzupacken, das ist ein Wort. Natürlich ist uns auch bewusst, dass das Modernisierungsprogramm der UWS finanziell und kapazitätsmäßig begrenzt ist, zumal in Wiblingen so viel investiert wurde wie in keinem anderen Stadtteil.

 

Unsere Meinung zur Nachverdichtung: Es muss eine gerechte Verteilung geben, dazu zählen für uns auch unsere eingemeindeten Ortschaften, alle sind wir Ulmer Bürger.

 

Die Anschlussunterbringung der Flüchtlinge ist nun in den Häusern der Eschwiesen erfolgt. Es gab anfangs noch Probleme mit der Müllentsorgung. Die Bewohner wurden vorher aufgeklärt, zudem sind es Menschen, die schon länger hier sind. Auch müssen die Zuständigkeiten der Anlage klar definiert sein, wer für was zuständig ist. Es liegt uns sehr daran, dass ein gegenseitiges, rücksichtsvolles Miteinander stattfindet, nur so ist eine Akzeptanz der schon dort wohnenden Bürger zu gewährleisten.

Thema Sicherheit: Landauf, landab ist Sicherheit das zentrale Thema. Der Deutsche Städtetag beschäftigt sich intensiv auch über den Ausbau der Videoüberwachung. Wir sind der gleichen Auffassung wie der Städtetag, dass ein wirksamer Schutz vor Kriminalität in erster Linie durch eine höhere Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit zu erreichen ist. Nur, wie kommt man dahin? Bei 22 Millionen Überstunden der Polizei, das zeigt doch, dass die früheren personellen Einsparungen jetzt zum Nachteil der Sicherheit geführt haben. Selbstverständlich ist das Land bereit, neue Stellen zu schaffen, aber bis diese Beamten ausgebildet sind, vergeht wieder wertvolle Zeit. Deshalb sind wir nach wie vor für den Einsatz des „Freiwilligen Polizeidienstes“, die Wiederbelebung steht auch im Koalitionsvertrag des Landes Baden-Württemberg. Wir sind gespannt, was daraus wird.

 

Noch eine erfreuliche Nachricht: Auf Anregung einer Wiblinger Bürgerin konnten wir erreichen, dass

die Stühle in der Aussegnungshalle Friedhof Auflagen bekommen haben. Es war fast nicht mehr zumutbar, bei Minusgraden die eiskalten Stühle zu benutzen. Wir bedanken uns bei der Friedhofsverwaltung für die schnelle Beschaffung.

 

Parksituation beim Friedhof: Auf dem Dreieck der Busendhaltestelle wurden acht Parkplätze angelegt. Dies ist auch eine lange Forderung von uns, dass, wenn die Querspange fertiggestellt ist, noch dringend notwendige Parkplätze geschaffen werden, auch das wurde jetzt zeitnah durchgeführt.. Außerdem muss noch geklärt werden, ob die Vorfahrtssituation an dieser Stelle so bleiben muss, diese ist sehr verwirrend.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

ein herzliches Willkommen in 2017. Die WWG Stadträte in der FWG Fraktion wünschen Ihnen ein gesundes und friedvolles Neues Jahr.

 

Ein kommunalpolitisches ereignisreiches Jahr 2016 liegt hinter uns. Im Februar hat unser neuer OB Gunter Czisch die Amtsgeschäfte seines Vorgängers Ivo Gönner übernommen. Dieser ist bei der Schwörfeier 2016 zum Ehrenbürger der Stadt Ulm ernannt worden. In Anbetracht seines 24 jährigen erfolgreichen Wirkens als OB war dieser Beschluss des Ulmer Gemeinderats mehr als richtig.

 

Wir haben mit Martin Bendel einen neuen ersten Bürgermeister gewählt, unter anderem auch zuständig für die Finanzen unserer Stadt. Er durfte im Herbst seinen ersten Haushaltsplan für 2017 vorlegen, mit einem ausgeglichenen Ergebnishaushalt.

 

Ebenfalls im Herbst hat der Gemeinderat Frau Dr. Stefanie Dathe als Nachfolgerin für die Leitung des Ulmer Museums für die etwas glücklose Dr. Gabriele Holthuis gewählt.

 

Und dann noch im Dezember das Großereignis für uns Wiblinger: Die Eröffnung der lang ersehnten Querspange. Offensichtlich hat auch der Erfolg viele Väter, wie aus den einzelnen Verlautbarungen der Politiker sichtbar wurde. Aber die Wiblinger werden schon wissen, wem sie die jetzt fertiggestellte Entlastung zu verdanken haben. Hoffen wir, dass sich die erhoffte Verkehrsberuhigung in Alt-Wiblingen bald bemerkbar macht. Dies erwarten und wünschen wir den Bewohnern entlang und angrenzend der Hauptstraße. Damit erledigt sich unserer Meinung nach auch die Installation einer festen Geschwindigkeitsmessanlage. Deren Nachteile sind hinlänglich bekannt. Sobald der Standort bekannt ist, wird nur kurz vor und nach der Anlage die Geschwindigkeit angepasst. Wir favorisieren dagegen die Anschaffung mobiler Messstationen, die auch wiederum im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden können.

 

Das ehemalige Atlantis oder Wonnemar ist wieder im Besitz der beiden Städte und heißt wie früher jetzt Donaubad. Am 29.12.2016 wurde das Bad nach 4wöchiger Renovierungspause wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir konnten uns selbst kurz vorher von den durchgeführten Maßnahmen überzeugen und befinden jetzt das Bad, die Sauna und den Thermalbereich in einem sehr guten Zustand. Auch die neue Sauberkeit im Donaubad lässt keine Wünsche offen. Wenn jetzt noch der lang gewünschte Wohnmobilstellplatz auf der „ Gold Ochsen Wiese „ realisiert wird, kehrt hoffentlich für lange Zeit Ruhe ein. Die Voraussetzungen dafür wurden geschaffen und wir sind der festen Überzeugung, dass unser Donaubad bald wieder floriert und viele Gäste, auch aus der Region, begeistert.

 

Was erwarten wir für 2017?

 

Ein herausragendes Ereignis ist sicher das nach vier Jahren wieder stattfindende Fischerstechen.

 

Die Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten wird uns weiter beschäftigen. Mittlerweile sind die ersten Familien in die neu erbauten Unterkünfte in den Eschwiesen eingezogen. Erfreulicherweise haben wir durch den Arbeitskreis Flüchtlinge aus der RPG Wiblingen viele ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, die den geflüchteten Familien in vielfältiger Weise Unterstützung und Halt geben.

 

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem traditionellen Valentinsempfang am 12. Februar 2017 um 11Uhr in das Stadthaus Ulm. Kommen Sie bitte rechtzeitig, denn unser diesjähriger Gastredner zieht sicher viele Besucher an. Es ist in diesem Jahr Professor Dr. Manfred Spitzer, Psychiater, Psychologe , ärztlicher Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm.

 

Wir freuen uns auf sie und bleiben sie uns weiterhin gewogen.

 

Ihre WWG Stadträte in der Ulmer FWG Fraktion.

 

 

Helga Malischewski           Erwin Böck           Reinhard Kuntz

 

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